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Buch Hans-Jürgen Rudnik

Tagebuch des Augustin von Fritsch

 

Wer war Augustin von Fritsch?

Augustin von Fritsch kam wahrscheinlich aus dem Amberger Raum. Er ging mit 16 oder 17 Jahren zur bayerischen Armee und begleitet den Dreißigjährigen Krieg quer durch ganz „Deutschland“ als Soldat bis zu den Friedensverhandlungen von Münster und Osnabrück.

 

In seinem überlieferten Tagebuch beschreibt er ab 1618 beginnend seine Erlebnisse sehr anschaulich, als Landsknecht in Oberösterreich bei Linz, danach wurde er Gefreiter und Korporal, nach der Einnahme von Itzehoe in Holstein wurde er zum Wachtmeisterleutnant befördert, in Stade im Erzstift Bremen zum Leutnant, vor Maastricht zum Fendrich (Fähnrich) unter dem Feldzeugmeister Freiherrn von Reinach, bei der Belagerung von Regensburg zum Hauptmann, nach der Schlacht vor Nördlingen zum Obristwachtmeister, bei der Belagerung der Festung Hammelburg in Hessen zum Obristleutnant, und zuletzt in Amberg zum Kommandanten und Obristen. Sein Tagebuch bricht ab, d.h. der 2.Teil ist nicht bekannt, bei seiner Gefangennahme beim Sturm auf die Stadt Göttingen.

 

Augustin von Fritsch wurde aufgrund seiner Verdienste auch geadelt, er war Herr auf Moos, Kümmersbruck (im Bereich Amberg) und Dammelsdorf (im Bereich Kirchenthumbach). Er war von Seiner Churfürstlichen Durchlaucht Maximilian von Bayern bestellter Obrist, Kommandant der Stadt Weyden und der Festung Parkstein. Auch war er Haupt- und Oberamtmann des Stiftes Waldsassen.

 

Nach dem Frieden von Münster und Osnabrück hat er 1650 nach 31 Jahren treuer Kriegsdienste abgedankt. In dieser Kriegszeit war Fritsch an vielen Gefechten beteiligt, darunter viele Städte mit „stürmender Hand“ angegriffen und erobert, sowie bei 12 offenen Feldschlachten, ungerechnet vieler Scharmützel und Einnahmen von Schlössern und Dörfern beteiligt.

 

Augustin von Fritsch schreibt in seinem Tagebuch:

Da mir Gott der Allmächtige in den 31 Jahren im Felde,

von 1618 bis 1649, auch noch bis ich diese Aufzählung erstellt hatte,

durch seine göttliche Gnade, mich in den voran gegangenen Kriegswirren

väterlich zu erhalten und zwar vom Musketier bis zum Oberst.

Also habe ich jenen Krieg mit eigener Hand wahrhaft

und mit gutem Gewissen beschrieben und zusammengetragen,

um meinen Kindern besonderen Trost und Andenken zu spenden,

damit sie sich bei eigenem Kriegs- oder bei anderen Diensten,

ebenfalls treu gegen jedermann verhalten und im ewigen Gedächtnis bleiben,

wie in seinem Tagebuch ausgiebig und wahrheitsnah zu vernehmen sind.

So ist es geschehen in der Stadt Weyden im Jahre 1660

im Alter von 61 Jahren.“

 

Augustin von Fritsch wurde zuerst als Hauptmann vom Stift Waldsassen im Juli 1646 angestellt mit einer jährlichen Besoldung von 150 Gulden.

Er hatte sich mit Marie Salome von „Siggerhausen“ verheiratet und hatte mit ihr bereits vor seiner Ankunft in Waldsassen eine Tochter mit Namen, Maria Franziska.

Im Taufbuch von Waldsassen stehen folgende weitere Kinder:

Am 1.April 1651 wurde Margaretha Katharina, am 5.April 1652 Maria Margaretha, am 2.Oktober 1653 Johann Michel, am 27.Dezember 1654 Johann Carolus Emanuel, am 19.September 1656 Georg Friedrich (verstorben 7.Februar 1657) getauft.

 

Augustin von Fritsch starb am 23.April 1662 in der Stadt Weiden und wurde hier in der Pfarrkirche St. Michael beigesetzt, wo auf dem Stein die folgende Aufschrift zu lesen ist:

 

Hier liegt begraben der wohl Edle und Gestrenge

Herr Augustin von Fritsch,

auf Moos, Kümmersbruck und Dammelsdorf,

der Seiner Churfürstlichen Durchlaucht in Bayern

gewesene Obrist zu Fuß,

Haupt- und Oberamtmann des Stiftes Waldsassen,

dann Kommandant der Festung Parkstein und der Stadt Weiden,

hat in Ihrer Churfürstlichen Durchlaucht Armada 34 Jahre gedient

und in dieser Zeit 12 offene Feldschlachten

und Einnahmen von 75 Städten beigewohnt,

ist den 23. April Anno 1662

in der Nacht zwischen 22 und 23 Uhr in Gott selig entschlafen,

im Alter von 62 Jahren, 9 Monaten, 5 Tage.

Dem (soll) Gott gnädig sein und an jenem Tage eine fröhliche Auferstehung verleihen. Amen.“

 

 

Hans-Jürgen Rudnik

Fähnlein von der Weyden, im Dezember 2012

Fendrich

 

Das Tagebuch des Augustin von Fritsch,

Oberst und Kommandant von Parkstein und der Stadt Weiden

nacherzählt von Hans-Jürgen Rudnik

ist im Forum Verlag Dr. Wolfgang Otto, Regensburg

im Dezember 2012 erschienen.

ISBN 978-3-9813519-65 Preis 14,90 €

 


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